"Wirtschaft muss dem Leben dienen"

Veröffentlicht am 22.01.2008 in Ortsverein

Esther Kuhn-Luz spricht bei der SPD über gerechte Teilhabe

"Gerechte Teilhabe - Befähigung zu Eigenverantwortlichkeit und Solidarität", unter dieser etwas sperrigen Überschrift, die denTitel einer EKD-Denkschrift aufgreift, hatte der SPD-Ortsverein Dornstetten-Waldachtal zu einer Diskussion mit der Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Esther Kuhn-Luz eingeladen.

Seit 2005 ist sie Studienleiterin der evangelischen Akademie in Bad Boll. In ihrem Aufgabenbereich als Wirtschafts- und Sozialpfarrerin hält sie Kontakte zu allen Ebenen der Arbeitswelt, wird zu Betriebsversammlungen eingeladen, diskutiert mit Betriebsräten und kümmert sich um die persönliche Situation von Streikenden und Streikbetroffenen. Ihre Aufgabe heißt: Zusammenbringen von Kirche und Arbeit.
Das große Thema der Denkschrift ist gerechte Teilhabe: "Gerechtigkeit ist die Weiterentwicklung von Barmherzigkeit. Barmherzigkeit heißt, dem einzelnen Bedürftigen etwas abgeben, Gerechtigkeit aber soll dafür sorgen, dass es keinen Bedürftigen mehr geben muss", so Esther Kuhn-Luz. In einer breiten Diskussion wurde das Thema gemeinsam erarbeitet: Hartz IV bedeute nicht Gerechtigkeit, sondern Armut, so der Tenor. Jugendliche, die chancenlos aus der Gesellschaft ausgegrenzt worden seien, würden sicher nicht durch Verschärfung des Strafrechts in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden.
Nur durch Bildung und Bildungschancen für die Kinder könne Ausgrenzung verhindert werden, erklärte die Referentin. "Die Wirtschaft muss dem Leben dienen, und nicht das Leben der Wirtschaft." Die Diakonie fordere deshalb eine Erhöhung des Hartz IV-Mindestsatzes von 345 Euro auf 415 Euro (Zahlen von 2006). Die Kirchengemeinden müssten sich einerProjektpflicht gegen die Ausgrenzung stellen, zum Beispiel durch Organisation eines Tafelladens, einer Vesperkirche oder Engagement bei der Schulbedarfsbereitstellung, betonte Esther Kuhn-Luz.

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