Dornstetten. Die SPD kürte bei ihrer Wahlkreiskonferenz am vergangenen Freitag die Kandidaten für die kommenden Landtagswahlen. Die 29 Wahlkreisdelegierten schickten mit großer Mehrheit Axel Lipp und Monika Schwarz ins Rennen um ein Landtagsmandat.
Dornstetten. Die SPD kürte bei ihrer Wahlkreiskonferenz am vergangenen Freitag die Kandidaten für die kommenden Landtagswahlen. Die 29 Wahlkreisdelegierten schickten mit großer Mehrheit Axel Lipp und Monika Schwarz ins Rennen um ein Landtagsmandat.
„Schwarz-gelb hat im Land abgewirtschaftet.“, zeigte sich Kreisvorsitzender Gerhard Gaiser überzeugt. Die SPD habe eine reelle Chance, das zweite Landtagsmandat im Kreis zu erringen. Der FDP Landtagsabgeordnete des Kreises habe sein Amt aus Karrieregründen abgegeben. Der Zweitkandidat der Partei habe die Übernahme des Mandats abgelehnt. Bei der Bevölkerung habe dieses Vorgehen für reichlich Unmut gesorgt. Die SPD stünde dagegen für Kontinuität und Verlässlichkeit, so Gaiser. Mit Axel Lipp als Bewerber für die Erst- und Monika Schwarz als Bewerberin für die Zweitkandidatur, habe man ein schlagkräftiges Team gefunden. Beide Kandidaten stünden für „Kompetenz, Sachverstand und Vertrauenswürdigkeit.“, so der Kreisvorsitzende.
Der 40-jährige Kreisrat Axel Lipp aus Horb sparte bei seiner Bewerbungsrede nicht mit Selbstkritik. Die verlorene Bundestagswahl sei die Quittung für ein ernstes Glaubwürdigkeitproblem der Partei, meinte der diplomierte Finanzwirt (FH), der als Betriebsprüfer beim Land Baden-Württemberg arbeitet. Die SPD sei den Menschen im Land konkrete Antworten auf die drängenden Fragen der Zukunft schuldig. Man müsse den Wählern Alternativen zur schwarz-gelben Politik aufzeigen. Baden-Württemberg würde momentan weit unter seinen Möglichkeiten regiert, meinte Lipp. In den Mittelpunkt seiner Kandidatur rückte er die Energiepolitik. Man müsse die Energiewende schaffen. Zentrale Themen seien für ihn auch Bildungs, Wirtschafts-, und Infrastrukturpolitik. Wenn man die Infrastruktur vernachlässige, riskiere man den Verlust der Wirtschaftskraft. Die Neckartalbrücke müsse genauso realisiert werden wie der Freudenstädter Tunnel. Vor kontroversen Themen schreckte Lipp nicht zurück. Klar bezog er Position gegen das heiß diskutierte Großprojekt Stuttgart 21 und ging damit auf Konfrontationskurs zur Parteispitzen im Land. Wenn er von etwas überzeugt sei, vertrete er auch unbequeme Positionen. An ihm als Kandidaten könne man sich gerne reiben, erklärte Axel Lipp.
Die 47-jährige Dornstetterin Monika Schwarz sah ihre Hauptaufgabe in der Unterstützung des Erstkandidaten. In Lipps Ausführungen gebe es nichts, in dem sie sich nicht wieder finden könne, meinte die studierte Juristin. Mittlerweile arbeite sie als freie Journalistin bei einer regionalen Zeitung. Sie sei verheiratet und habe drei Kinder. Im Dornstetter Gemeinderat führe sie den Vorsitz der SPD Fraktion. Außerdem sei sie eine der Stellvertreterinnen des Bürgermeisters und engagiere sich in der evangelischen Kirchengemeinde, so Schwarz zu ihrer Person.
Als Versammlungsleiter leitete Gerhard Gaiser die Wahl. Auf den Erstkandidaten Axel Lipp entfielen 24 ja-, 3 nein-Stimmen und eine Enthaltung. Zweitkandidatin Monika Schwarz konnte bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung 27 ja-Stimmen für sich verbuchen. Im Anschluss an die Wahl entbrannte eine lebhafte Diskussion über Stuttgart 21 und die Frage, wie der Wahlkampf am Besten zu führen sei.
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