Neuer Vorstand gewählt

Veröffentlicht am 01.10.2012 in Ortsverein

Durch ihren spontanen Parteieintritt hat Christa Dengler den SPD-Ortsverein Dornstetten-Waldachtal vor der Auflösung bewahrt. Die Nachwuchs- und Motivationsprobleme im Verein sind damit aber längst noch nicht behoben.

Wie es um die SPD vor Ort bestellt ist, zeigte sich bereits an der Resonanz auf diese Mitgliederversammlung. Obwohl klar war, dass bei dieser Gelegenheit möglicherweise die Auflösung des Vereins beschlossen werden muss, war die große Mehrzahl der Mitglieder zu Hause geblieben – mit einer einzigen Ausnahme übrigens unentschuldigt, wie der bisherige Vorsitzende Frank Engelmann bemerkte.

Sowohl er als auch die langjährige Kassiererin Erdmute Jungkurth und Schriftführer Christoph Jungkurth hatten bereits im Vorfeld erklärt, aufgrund beruflicher und privater Verpflichtungen nicht mehr weitermachen zu wollen. Auch die bisherigen Beisitzer hatten deutlich signalisiert, für das Amt aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Da sich in den vergangenen Jahren alters- und gesundheitsbedingt einige Stammmitglieder in die Passivität zurückgezogen haben und es an aktivem Nachwuchs fehlt, war nun die Frage, ob überhaupt genügend potenzielle Vorstandsmitglieder bereitstehen. Zumindest einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter und einen Kassierer brauche man, um die Auflösung zu verhindern, so Engelmann. Alternativ dazu stellte er einen Zusammenschluss mit dem Freudenstädter Ortsverein zur Diskussion.

Während ein Teil der Mitglieder befürchtete, durch eine Auflösung des Ortsvereins auch die Chancen der SPD-Liste bei der Gemeinderatswahl zu verringern, verneinten andere den Zusammenhang. Die Situation sei jetzt schon die, dass die Mehrheit der SPD-Fraktion gar nicht Mitglied der SPD sei. Es mache darüber hinaus wenig Sinn, einen inaktiven Ortsverein künstlich am Leben zu erhalten und "Tote noch länger in Formaldehyd einzulegen", wie Christoph Jungkurth die Situation umschrieb. Er wie auch Beisitzerin und SPD-Gemeinderätin Monika Schwarz plädierten für die Zusammenlegung mit Freudenstadt.

Hans Lambacher, Vorsitzender der AG 60 plus und SPD-Ortschaftsrat in Aach, konnte sich mit diesem Vorgehen nicht anfreunden. Bereits im Vorfeld hatte er die Bereitschaft signalisiert, notfalls den Ortsvereinsvorsitz zu übernehmen. Nachdem klar war, dass dies nur Sinn macht, wenn auch ein Stellvertreter gefunden wird, erklärte Christa Dengler – sie hatte bei den vergangenen Gemeinderatswahlen auf der SPD-Liste kandidiert, ohne Mitglied zu sein – ihren Parteieintritt. Und eröffnete dadurch die Möglichkeit, ebenfalls ein Vorstandsamt zu übernehmen. Vor dem Hintergrund einer neuen Richtlinie, wonach ab 2013 auch Kreiskassierer die Kassen der Ortsvereine führen können, war dann auch Erdmute Jungkurth bereit, ihr Amt bis dahin weiterzuführen. Der bisherige Vorsitzende Frank Engelmann wird als Beisitzer fungieren. In Abwesenheit wurden Bernhard Allgeier und Petra Wünsch als Kassenprüfer gewählt.

Nachdem der Fortbestand des Ortsvereins gesichert war, berichtete Engelmann von drei Sitzungen, die seit der Wahl im April 2010 stattgefunden haben. Einmal habe außerdem die SPD-Gemeinderatsfraktion über den Haushalt informiert. 2012 gab es noch keine Sitzung. Erdmute Jungkurth berichtete von kleineren Zuwächsen in der Kasse. Knapp 4000 Euro stehen dem Verein derzeit zur Verfügung.

Delegierte bei der Wahlkreiskonferenz am 10. November, bei der auch die nächste Bundestagskandidatin gekürt werden soll, sind Christa Dengler und Frank Engelmann. Saskia Esken, die ebenfalls zur Versammlung gekommen war, um sich kurz vorzustellen, bewirbt sich für diese Kandidatur.

Text: Monika Schwarz

 

Unsere Bundestagsabgeordnete

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Saskia Esken

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