SPD Dornstetten-Waldachtal fordert mehr Mittel im Landeshaushalt für Bildung
Die SPD Dornstetten-Waldachtal unterstützt die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nach mehr Mitteln im Landeshaushalt für Bildung.
SPD Dornstetten-Waldachtal fordert mehr Mittel im Landeshaushalt für Bildung
Die SPD Dornstetten-Waldachtal unterstützt die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nach mehr Mitteln im Landeshaushalt für Bildung.
Trotz aller Notwendigkeit, den Landeshaushalt zu konsolidieren, sind mehr Gelder für den Bildungsbereich erforderlich. Nur so können längst überfällige Reformen angepackt und nachgewiesene Defizite im Schulbereich abgebaut werden.
Wer bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit die Bedeutung von mehr Bildung und Ausbildung für das rohstoffarme und exportabhängige Land Baden-Württemberg herausstellt, jedoch vorhandene Probleme schön redet und nicht bereit ist, die erforderlichen Finanzmittel bereitzustellen, wird unglaubwürdig.
Dies ist mehr oder weiniger das Grundproblem aller Bundesländer, auch wenn die Finanzkraft zugegebenermaßen sehr unterschiedlich ist. Eine bessere Bildung und Ausbildung kann nicht zum Nulltarif erreicht werden. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man die richtigen Lehren aus der Pisastudie ziehen will.
Auch wenn Kultusminister Rau nicht für alle Probleme verantwortlich gemacht werden kann, ist sein starres Festhalten an der Hauptschule, die Ablehnung einer 6-jährigen Grundschule und die zögerliche Umsetzung einer gezielten Ganztagesbetreuung völlig unverständlich. Seine Forderung nach stärkerer Einbindung der Eltern in die Bildungsverantwortung ihrer Kinder ist zwar verständlich und bis zu einem gewissen Grad auch sinnvoll, kann jedoch die notwendigen Reformen und Bereitstellung von zusätzlichen Planstellen für Lehrer nicht ersetzen.
Bundesbildungsministerein Annette Schavan glänzt ebenfalls im Schönreden der Pisaergebnisse. Den Höhepunkt einer nicht mehr zu überbietenden Ignoranz stellen die Angriffe gegen den Bildungsforscher Andreas Schleicher, im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Pisaergebnisse, dar.
Es gibt nicht nur gute Bildungsstrukturen in Finnland und anderen europäischen Ländern, sondern auch eine Vielzahl von erfolgreichen Modellversuchen im eigenen Land, die aber bedauerlicherweise nicht zur allgemeinen Umsetzung gelangten.
Es geht somit nicht nur um notwendige Veränderungen und Förderung benachteiligter Gruppen, sondern vor allem um deren Finanzierung und Umsetzung. Die relativ große Zahl von Bildungsabbrechern und Jugendlicher ohne Berufsausbildung können wir uns im Hinblick auf die demografische Entwicklung und den zukünftigen Fachkräftebedarf in der Wirtschaft bis hin zur Bewältigung der vielseitigen sozialen Aufgaben nicht mehr leisten.
Dass die Ignoranz der zu lösenden Aufgaben letztlich mehr Geld kostet, wird leider verkannt.
Hans Lambacher, stellv. Vorsitzender
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